„Was bedeutet die angekündigte „Neuaufstellung der Krankenhauslandschaft“ für den Rhein-Erft-Kreis?“

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11.11.2021 – Sitzung des Gesundheitsausschuss. Es war kein lustiges Thema am 11.11. im Gesundheitsausschuss des Kreistages. Dennoch lehnt die Jamaika-Koalition, allen voran lässt sich Frau Baer (Sprecherin der CDU) diesen wichtigen Antrag ab. Frau Baer dazu: „Von uns gibt es zu diesem Antrag kein 3xKölle Alaaf, sondern ein 3x Nein“. Die SPD hatte neben einer umfangreichen Anfrage zum gleichen Thema, einen Antrag gestellt. Ziel war zum einen die Organisation einer Gesundheitskonferenz, bei der mit allen Beteiligten der Plan der Landesregierung für die Neuaufstellung der Krankenhäuser und die möglichen Auswirkungen für die sieben Häuser des Rhein-Erft-Kreises diskutiert werden sollte und zum anderen ein Bekenntnis der Verwaltung zum Erhalt aller Krankenhausstandorte im Rhein-Erft-Kreis.

Wie bei SPD-Anträgen so gut wie immer der Fall. Ablehnung der Koalition. Die Argumente waren – wie erwartet – rein betriebswirtschaftlich ausgerichtet. Die Verantwortung schob Frau Baer auf die Krankenhausbetreiber. Die sind allerdings abhängig von der Finanzierung, die weg von der Zahl der Betten hin zur „Leistung“ ausgerichtet werden soll.

Was bedeutet das für den Rhein-Erft-Kreis? Daniel Dobbelstein machte für die SPD deutlich, dass für die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der Mensch und seine Bedürfnisse absoluten Vorrang haben. Wenn es zu Schließungen von Krankenhäusern käme, wäre die adäquate Versorgung der Bevölkerung nicht immer und nicht flächendeckend sichergestellt. „Allein bei anstehenden Geburten ist dies absolut unrealistisch und bereits jetzt ein großes Problem“, so Daniel Dobbelstein. „Was passiert denn, wenn die Geburtsstation in Brühl nach den neuen Plänen nicht „mehr rentabel“ ist? Haben die benachbarten Kliniken in Köln und Bonn genügend Kapazitäten? Diese und viele Fragen mehr, hätten auf einer Gesundheitskonferenz diskutiert werden müssen, mit dem Ziel die Gesundheitsversorgung für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis nicht wirtschaftlichen Erwägungen zu opfern und die Landesregierung entsprechend in die Pflicht zu nehmen.

Ganz abgesehen davon, zeigt uns die derzeitige dramatische Situation in der Corona-Pandemie, dass jedes einzelne Bett in den Krankenhäusern mehr als gebraucht wird.


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