Ute Meiers – Macht Politik für #unser Wesseling im Kreistag

Wat han ich – hier in Wesseling – mem Kreis ze don?

Heute haben Helmut Halbritter, Kreistagsmitglied für den WK 32 und ich, Kreistagskandidatin für den WK 33 ein Interview zu uns und unserer Kandidatur für die SPD gegeben.


Wir sprechen heute mit Ute Meiers und Helmut Halbritter über ihre Kandidaturen für den Kreistag im Rhein-Erft-Kreis. Für Ute Meiers ist es die erste Direktkandidatur, Helmut Halbritter tritt bereits zum zweiten Mal an.

Bitte stellen Sie sich und Ihren Wahlkreis kurz vor.

Ute Meiers:

Gerne. Ich bin Ute Meiers, 57 Jahre alt und lebe seit 1982 mit meinem Mann in Wesseling . Ich bin von ganzem Herzen Sozialdemokratin und mache seit 22 Jahren Politik für meine Heimat.

Jetzt trete ich im Wahlkreis 33 für den Kreistag an. Dieser Wahlkreis umfasst Urfeld und zusätzlich 6 Keldenicher Wahlbezirke.

Helmut Halbritter:

Mein Name ist Helmut Halbritter, ich bin 63 Jahre alt, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinderund bin in Wesseling geboren.

Ich bin seit 26 Jahren im Rat der Stadt Wesseling und seit 20 Jahren Fraktionsgeschäftsführer dort.

Weiterhin bin ich in Wesseling Vorsitzender des Sozialausschusses und des Rechnungsprüfungsausschusses.

Seit der jetzigen Legislaturperiode bin ich Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion. Hier nehme ich die Aufgabe des Sprechers im Sozialausschuss wahr und leite den Arbeitskreis Soziales der Fraktion. Meine weiteren Ausschüsse sind der Gesundheitsausschuss und der Rechnungsprüfungsausschuss.

Ich trete jetzt zum zweiten mal im Wahlkreis 32 für den Kreistag an. Dieser Wahlkreis umfasst die Wahlbezirke Wesseling 1-6, Keldenich 14 u. 15 sowie in Berzdorf den Wahlbezirk 17

Frau Meiers, was sind für Sie die wichtigsten Themen, die Sie im Kreistag voranbringen wollen?

Zunächst muss ich Ihnen erzählen, dass viele Menschen, denen ich mich als Kandidatin für den Kreistag vorstelle, fragen, was sie eigentlich mit dem Kreis zu tun haben.

Das ist eine berechtigte Frage und ich kann sie mit ein paar Beispielen beantworten.

Zum einen geht es im Kreis wie überall sonst auch ums „liebe Geld“! Der Kreis wird nämlich finanziert von den Kommunen und kann – vereinfacht gesagt -, machen was er (die Mehrheit) will. Die Kosten werden immer auf die Kommunen umgelegt. Das ist die Kreisumlage.

Ich möchte, dass die vielen Millionen Euro gerecht verteilt werden und vor allen Dingen, dass alle Kommunen etwas davon haben. Die Aufgaben des Kreises sind vielfältig. Förderschulen, Berufskollegs, die Kreisstraßen, das Gesundheitsamt …. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Kommunen solidarisch denken und handeln. Die Anforderungen an die 10 Kommunen sind sehr unterschiedlich. Da braucht es viele verschiedene Maßnahmen….

Stichwort Strukturwandel: Viele glauben, dass sei nur ein Thema für Bedburg, Bergheim und Elsdorf. Weit gefehlt! Wenn die Braunkohlekraftwerke ohne geeignete Alternativen für die Arbeitnehmer*innen, Unternehmen und Zulieferern mit neuer Arbeit – guter Arbeit – und neuer Industrie, abgeschaltet werden, ist die Sicherheit, dass der Strom aus der Steckdose kommt – zu jeder Zeit und konstant – dann gehen auch in Wesseling die Lichter aus.

Oder der Verkehr! Wir haben Busse und Bahnen – prima. Was ist denn, wenn man/frau z.B. nach Bergheim muss? Nach derzeitigen Fahrplänen empfiehlt es sich, einen Tag Urlaub zu nehmen…. Das kann und darf nicht so bleiben!

Herr Halbritter, was sind Ihre wichtigsten Themen?

Im sozialen bzw. wohnungspolitischen Bereich lieg der Schwerpunkt meiner Arbeit, ich bin davon überzeugt, dass wir bei einem prognostizierten Zuwachs der Bevölkerung im Rhein-Erft-Kreis von ca. 37.000 in den nächsten Jahren, dringend darauf angewiesen sind, das bezahlbare Wohnungen gebaut werden und wir dies nicht nur den Städten allein überlassen dürfen. Es besteht eine Verpflichtung des Kreises dort behilflich zu sein.

Wir müssen Wohnungen schaffen, damit auch unsere Kinder und ihre Angehörigen in unserem Kreis eine bezahlbare Heimat finden, wenn sie sich hier neiderlassen wollen.

In der Gesundheitspolitik geht es unter anderem um Krankenhäuser, Hebammenversorgung, bessere Pflegemöglichkeiten und vieles mehr im Rhein-Erft-Kreis.

Auch die Rhein-Erft SPD hat ein Wahlprogramm für die nächsten fünf Jahre aufgestellt. Welches ist euer wichtigstes Ziel und warum?

Ute Meiers:

Es gibt so viel zu tun! Allerdings ist mir die Politik für Frauen und Ihre Kinder sehr wichtig. Zu wenig Hebammen, zu wenige Plätze in Frauenhäuser, zu wenig Geburtsstationen und auch an manchen Stellen im Kreis zu wenig Kinderärzte…… Frauen und Kinder sind immer noch auf besondere Unterstützung angewiesen und stehen teilweise vor massiven Problemen. Das dürfen wir nicht länger zulassen. Die SPD und Dierk Timm als unser neuer Landrat werden sich hier besonders einbringen.

Helmut Halbritter:

Bezüglich des Themas Strukturwandel ist die Gesamtheit des Kreises gefragt und nicht nur die Anrainerkommunen des Tagebaues, hier muss die Stadt Wesseling mit ihren Industrieansiedlungen und der damit verbunden Problemlage mit ins Boot genommen werden, wie Frau Meiers bereits erwähnt hat. Viel Geld und Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, wir müssen mitgestalten und nicht ausharren und in alten Strukturen verhaftet bleiben.

Innovation, Weitblick und Sachorientierung prägen die Arbeitsweise der SPD-Fraktion im Rhein-Erft-Kreis und damit dies so bleibt, möchte ich daran gerne weiter mitarbeiten und hoffe auf Ihre Stimme für meine Person.

Danke, dass Sie sich meine unsere Vorstellungen angesehen haben